
Das Rathaus ist mit seinem wunderschönen Zwiebeltürmchen
eines der schönsten Gebäude der Stadt |
Das
Rathaus
Das
Rathaus wurde erstmalig im 14. Jahrhundert als zur Burg Landsberg
gehöriger Hofkeller erwähnt und von einem Hofkellermeister,
dem „Cellerarius" verwaltet. Es war zuerst Quartier des Salzburgischen
Verwalters, anschließend Wohnhaus für die Beamten des Fürstentums
Liechtenstein.
Anfang des 19. Jahrhunderts waren die Häuser durchgehend mit
Schindeln gedeckt, nur der Pfarhof und seit 1827 auch das
Rathaus wiesen ein Ziegeldach auf.
Erst in den 40er Jahren wurden allgemein Ziegeln verwendet.
Am 6. Juli 1883 gab es in Deutschlandsberg ein besonderes
Ereignis. Kaiser Franz Josef besuchte Fürst Liechtenstein
in Hollenegg. Man borgte sich in Graz Dekorationsstücke aus
und errichtete Triumphbögen, sämtliche Hunde waren zu verwahren,
alle Stationen der Südbahn waren dekoriert. Tausende waren
zusammengeströmt. 1884 enthüllte man eine Gedenktafel zur
Erinnerung an diesen großen Tag, die sich heute im Rathaus
befindet.
Sein heutiges barock-klassizistisches Aussehen erhielt das
Rathaus im 18. Jahrhundert von Franz Xaver Jud (es wurde lange
Zeit auch Jud´sches Haus genannt, eine Statue seines Namenspatrons
befindet sich oberhalb des rückwärtigen Rathauseinganges).
1920 wurde das Haus von der Stadtgemeinde erworben und ist
seit damals Rathaus. Die Fläche westlich des Rathauses blieb
offen als Grün- und Erholungsraum und läßt den Blick frei
auf das Rathaus, diesen ehrwürdigen Zeugen der Vergangenheit.
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