
Der Friedhof |
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Der
Friedhof :
Ende
des 18. Jahrhunderts hatte sich der um die Kirche liegende
Friedhof als zu klein erwiesen.
Auch der benachbarte Pfarrhofacker reichte bald nicht mehr.
Ein kreisamtlicher Gutachter stellte allerdings fest, der
Gottesacker sei geräumig genug.
Bei einer Verlegung des Friedhofs bestünde die Gefahr, daß
durch „Tragen und Stoßen der noch zurückgebliebene Lebensfunke
erlösche".
1826, 15 Jahre später, war der Districtphysicus anderer Meinung
und verlangte mit Nachdruck eine Verlegung.
Man einigte sich auf den heutigen Stiftungspark hinter dem
Kindergarten. 1870 wurde der Friedhof erneut zu klein. Beim
Graben stieß man oft auf halbverweste Leichen.
1884 erst wurde der neue, noch heute bestehende, Friedhof
im Muraufeld eröffnet. Jedes Grab wurde übertragen, die Arbeit
erregte Unwillen und wurde vorwiegend nachts durchgeführt.
1885 wurde die Gemeinde Eigentümer dieses Geländes mit der
Auflage, 20 Jahre lang keinen, der Pietät verstoßenen, Bau
vorzunehmen. Das Gebiet verwahrloste, war verrufen und wurde
kaum betreten. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Stiftungshaus
und einige Denkmäler errichtet, das Gelände zu einem wunderschönen
Park umgestaltet.
Heute ist kaum jemandem, der diese Gegend durchquert, ihre
Vergangenheit bewußt.
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