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Das Feuerbachl ist nur mehr auf alten Fotos zu erkennen
 

Das Feuerbachl :

Auf einer Lithographie aus dem Jahre 1825 erscheint der „Markt Deutsch-Landsberg" als bescheidenes Örtchen inmitten in einer in keiner Weise zersiedelten Landschaft. Die Kirche trug noch einen Zwiebelhelm. Die Burg Landsberg und Schloß Feilhofen lagen von den Häusern des Ortes beachtlich entfernt. Wie sah es in diesem bescheidenen Markt aus?
Mitten durch den Marktplatz floß das Feuerbachl (eine Vorkehrung zur Bekämpfung eines Feuers, das sich beim Ausbruch schnell über Schindel- und Strohdächer zu verbreiten vermochte), das von Zeit zu Zeit austrat und die Wege grundlos machte. Der ganze Marktplatz beiderseits des Bachls „war ein schöner, geräumiger Rasenplatz, wo Gänse und Enten weideten oder sich im Bachl tummelten.
Die Hausfrauen bleichten auf dem Rasen ihre selbstgesponnene Leinwand".Vor jedem Haus stand eine Bank, auf der sich die Bewohner nach Feierabend niederließen. 1867 wurde am Oberen Platz entlang des Marktbaches eine Allee errichtet.
Eine Anlage war geschaffen worden, die bis heute durch ihr Grün belebt und Deutschlandsberg ein charakteristisches Aussehen verleiht. 1897 wurde das Marktbachl am Unteren, 1903 am Oberen Platz eingedeckt und dadurch hat der Platz, durch den seit Menschengedenken das Marktbachl geflossen war, ein neues Bild bekommen.
1933 wurde der Hauptplatz asphaltiert und das Feuerbachl zugeschüttet. Da dieser Grünstreifen den Platz in zwei Hälften teilt, beschloß der Gemeinderat 1930 ein Einbahnsystem einzuführen, aber nicht um den damals spärlichen Verkehr in den Griff zu bekommen, sondern damit „beide Straßenseiten einer gleichmäßigen Abnützung unterliegen".