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Weststeirisches Weinland :

Ein südlich heitrer Himmel überm Tal!
Die Erde dürstet und das braune Gras,
wovon vor Monden noch ein Übermaß
am Halme hing, deckt nun verbrannt und fahl

den harten Boden; eine tiefe Glut
pflückt von den müden Bäumen Frucht um Frucht.
Da ruht sie, schwer von Süße, in der Bucht
Der dunklen Wiesen, Boot in grüner Flut.

Im dürren Maisfeld raschelt laut der Wind,
der Maische herber, säuerlicher Duft
liegt überall so eigen in der Luft,
und an den Hängen, wo die Gärten sind,

pulst schon der Wein in dunkler Trauben Schoß.
Windräder schlagen leise knarrend an,
und dir hat ein Gelüst es angetan,
so lockend leuchten Beeren, reif und groß.

Um schmucke Winzerhäuschen weht der Schein
viel bunter Blumen, die da strahlend blüh'n.
Sie werden dann, o zärtliches Bemüh'n,
die letzten Kerzen dieser Landschaft sein.

Isabella Mauracher